Drei neue tierische Landschaftspfleger in Pfohren
Rund 50 Personen folgten der Einladung des Naturschutzgroßprojektes Baar am vergangenen Mittwoch (15. April), um beim Auftrieb der Wasserbüffel in Donaueschingen-Pfohren dabei zu sein.
Drei Wasserbüffel sind im Michelbrunnengraben für den Naturschutz im Einsatz. Durch die Tiere wird die rund 16 Hektar große Fläche gestaltet. Sie werden unterschiedliche Vegetationsbereiche, Kleinstgewässer, offene Wasserflächen mit und ohne Bewuchs schaffen und somit die Lebensräume für Vögel, Amphibien- und Libellenarten verbessern. Dabei ist das landesweit stark gefährdete Braunkehlchen als Zielart besonders wichtig. Dieses wird von der Beweidung profitieren. Auch der Dung der Tiere, auf und in dem sich eine Vielzahl von Insekten entwickeln werden, hilft den Bodenbrütern. Die Wasserbüffel sollen lange auf der Fläche verbleiben. Sie sollen möglichst schon im März kommen und erst im Oktober oder sogar November von der Fläche genommen werden. Beides hängt allerdings von der Futter- und Wasserverfügbarkeit ab. Insbesondere Wasser ist bei Minusgraden ein kritisches Thema.
Ortsvorsteher Gerhard Feucht und der Erste Landesbeamte des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis, Dr. Martin Seuffert dankten allen Beteiligten, die das Projekt „Wilde Weide Michelbrunnengraben“ ermöglichten. Hervorgehoben wurde die gute Kooperation zwischen dem Regierungspräsidium Freiburg, der Stadt Donaueschingen, den beteiligten Ämtern der Kreisverwaltung, den Fachplanern und dem ehrenamtlichen Naturschutz, ohne die ein solches Projekt nicht umsetzbar ist. Projektleiter Thomas Kring berichtete über den dreijährigen Entstehungsprozess des Projektes, das im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes Baar umgesetzt wurde. Markus Handschuh (Naturnahe Weidelandschaften e.V.) ging auf die Besonderheiten einer solchen naturnahen Beweidung ein.
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