Heuschrecken

Wanstschrecke. (Polysarcus denticauda), Rote Liste BW: 3 (gefährdet). (Foto: Gehring)

Die Heuschrecken sind in den Moor-Fördergebieten und auf den Magerrasenflächen der Wald-Kerngebiete mit 14 Arten der bundesweiten Roten Liste und Vorwarnliste vertreten. Dies sind über 30 % aller deutschlandweit gefährdeten Arten. Dazu zählen die stark gefährdete Rotflügelige Schnarrschrecke (Psophus stridulus), der Buntbäuchige und der zumindest landesweit stark gefährdete Rotleibige Grashüpfer (Omocestus rufipes und haemorrhoidalis), die als ausgesprochen xerothermophile Arten auf Trockenbiotope angewiesen sind.

Insbesondere auf den trockenen Torfschwingelrasen entlang der Moorränder finden sich der bundes- und landesweit stark gefährdete Kleine Heidegrashüpfer (Stenobothrus stigmaticus) sowie der in Baden-Württemberg von Aussterben bedrohte Feldgrashüpfer (Chorthippus apricarius), der durch Eutrophierung und Intensivierung der Landnutzung bedroht ist.

Baden-Württemberg trägt bundesweit besondere Verantwortung für die Erhaltung der von mesophilen, spät gemähten Wiesen abhängigen Wanstschrecke (Polysarcus denticauda), die auf der Baar und der Schwäbischen Alb abgesehen von disjunkten Vorkommen in der Rhön ihren nördlichen Arealrand erreicht und noch in einem Großteil der Kerngebiete vorkommt.

Der hygrophile Sumpfgrashüpfer (Chorthippus montanus) gilt als Charakterart der feuchten und staunassen Wiesen; er ist häufig vergesellschaftet mit anderen feuchtigkeitsliebenden Arten wie der Sumpfschrecke (Stetophyma grossum), die bundesweit nicht bedroht ist und in Baden-Württemberg in den vergangenen Jahren ebenfalls eine Zunahme erfährt.

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NGP Baar als UN-Dekade Projekt ausgezeichnet

Das NGP Baar wurde im Rahmen der Veranstaltung zur Vorstellung der Kartierergebnisse am 13. Oktober 2018 als UN-Dekade-Projekt ausgezeichnet. Ausgezeichnet werden Projekte die einen Beitrag zur Erhaltung der Biologischen Vielfalt leisten.