23.05.2018

Das Naturschutzgroßprojekt startet in die Umsetzung

Auftaktveranstaltung in Blumberg-Achdorf

Rund 80 Gäste fanden sich im Haus des Gastes im Blumberg-Achdorf zur Auftaktveranstaltung ein. Im Rahmen dieser feierlichen Veranstaltung überreichte die Parlamentarische Staatssekretärin Frau Schwarzelühr-Sutter Herrn Staatssekretär Baumann das Mittelverteilungsschreiben des Bundes. Dieser übergab den Bewilligungsbescheid an Herrn Landrat Hinterseh, Herrn Ersten Landesbeamten Helbig und Herrn Projektleiter Kring. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von den Jagdhornbläsern des Hegerings Donaueschingen.
Im Nachgang fand eine Führung in das Fördergebiet "Wutachflühen-Blumberger Pforte" zum Südhang des Eichbergs statt. Hier erläuterten Prof. Dr. Markus Röhl vom Institut für Landschaft und Umwelt in Nürtingen zusammen mit Projektleiter Kring die geplanten Maßnahmen.

Die Gäste applaudieren den Jagdhornbläsern. Foto: R. Müller
Übergabe des Förderbescheides. Foto: R. Müller
Frau Parlamentarische Staatssekretärin Schwarzelühr-Sutter übergibt das Mittelverteilungsschreiben an Herrn Staatssekretär Baumann. Foto: R. Müller
Herr Erster Landesbeamter Gwinner und Herr Projektleiter Kring im Gespräch mit einem Pressevertreter. Foto: R. Müller
Interessierte Zuhörer bei der Führung im Fördergebiet "Wutachflühen-Blumberger Pforte". Foto: R. Müller
Herr Prof. Dr. Röhl stellt die Maßnahmenplanung am Eichberg vor. Foto: R. Müller
Die Jagdhornbläser des Hegerings Donaueschingen. Foto: R. Müller
 

23.05.2018

Pressemitteilung zur Auftaktveranstaltung des Naturschutzgroßprojektes Baar

Zum Download der Pressemitteilung als PDF-Datei bitte auf das oben stehende Bild klicken.

Das Naturschutzgroßprojekt Baar geht in die Umsetzung

Jetzt kann es beim Naturschutzgroßprojekt Baar losgehen. Nach einer intensiven Vorplanung werden die Maßnahmen nun Stück für Stück umgesetzt. Bei einer Auftaktveranstaltung am Mittwoch, 23. Mai, in Blumberg-Achdorf überreichte Staatssekretär Dr. Andre Baumann an Landrat Sven Hinterseh und den stellvertretenden Landrat des Landkreises Tuttlingen Stefan Helbig die Bewilligungsbescheide für das Naturschutzgroßprojekt Baar (NGP Baar) in Höhe von insgesamt knapp 7,4 Millionen Euro und gab damit den Startschuss für die Umsetzungsphase. In den nächsten zehn Jahren können nun innerhalb der Fördergebiete Naturschutzmaßnahmen umgesetzt werden.

Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesumweltministerium: "Naturschutzgroßprojekte sind die Leuchttürme des Naturschutzes in Deutschland. Und die Baar ist ein wirkliches Naturjuwel mit seinen fast noch urwaldartigen Schluchtwäldern, Mooren und artenreichen Wiesen als Brut- und Überwinterungsgebiet seltener Vogelarten. Diesen Schatz an naturnahen Trittsteinen gilt es im engen Zusammenwirken mit den Land- und Forstbetrieben zu entwickeln und zu bewahren."

Ziel des Naturschutzgroßprojekts Baar mit einem Projektvolumen von rund 8,6 Mio. Euro ist es, die Wald-, Trocken- und Feuchtlebensräume für den Arten- und Biotopschutz sowie den Biotopverbund zu sichern. Zudem sollen die Lebensräume qualitativ und quantitativ verbessert werden.

Das NGP Baar wurde unabhängig vom "Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt" der Baden-Württembergischen Landesregierung auf den Weg gebracht. Das Projekt verfolgt aber das gleiche Ziel wie das Sonderprogramm: Die biologische Vielfalt der baden-württembergischen Kultur- und Naturlandschaft soll gefördert werden.

"Heute startet hier ein landesweit bedeutsames Projekt. Die Baar gehört mit ihren blumenreichen Wiesen und Trockenrasen, den Mooren und Feuchtbiotopen zum Tafelsilber unserer Heimat. Mit dem Naturschutzgroßprojekt polieren wir dieses wunderbare Naturerbe auf Hochglanz", sagte Staatssekretär Andre Baumann. Die biologische Vielfalt als wesentliche Lebensgrundlage der Menschheit sei auch in Baden-Württemberg gefährdet. "Das Naturschutzgroßprojekt Baar ergänzt hervorragend unsere Naturschutzstrategie und das Sonderprogramm der Landesregierung, mit dem wir die biologische Vielfalt in Baden-Württemberg stärken. Daher haben wir die über sechs Millionen Euro Fördermittel des Bundes gerne nochmals um über 1,2 Millionen Euro aus Landesmitteln aufgestockt. Ich bin davon überzeugt, dass das Projekt auf der Baar zu einer Erfolgsstory des Naturschutzes in Baden-Württemberg werden wird."

Landrat Sven Hinterseh freute sich: "Die Baar wurde als Naturschutzgroßprojekt "geadelt". Das ist eine tolle Anerkennung unserer Natur! Wir wollen nun, mit diesem auf Freiwilligkeit beruhenden Projekt, die Natur in unserem Landkreis und im Landkreis Tuttlingen stärken und den Naturschutz voran bringen."

Auch der Erste Landesbeamte und stellvertretende Landrat des Landkreises Tuttlingen Stefan Helbig ist zufrieden. "Mit über 18 Prozent der Fördergebietsfläche trägt der Landkreis Tuttlingen einen großen Teil zum Naturschutzgroßprojekt bei. Herausragende Flächen, zum Beispiel entlang des Albtraufes oder im Unterhölzer Wald, befinden sich in der Förderkulisse und unterstreichen die naturschutzfachliche Bedeutung des Projektes."

"Nach der langen Planungsphase können wir endlich damit beginnen, die im Pflege- und Entwicklungsplan beschriebenen Maßnahmen zusammen mit den Flächeneigentümern umzusetzen", so der Projektleiter Thomas Kring. "Dies ist eine Mammutaufgabe, die wir zu bewältigen haben. Aber ich bin mehr als zuversichtlich, dass wir zusammen viel bewegen werden."

Link zur Pressemitteilung und Hintergrundinformationen (PDF-Datei, ca. 0,1 MB)


03.05.2018

Ministerpräsident informiert sich über Naturschutzgroßprojekt

Foto: Kienzler

Ministerpräsident Kretschmann besucht Fördergebiet Plattenmoos

Am 3. Mai 2018 besuchte Herr Ministerpräsident Kretschmann das 111 ha große Fördergebiet Plattenmoos. Während seines rund 30-minütigen Besuchs informierte er sich über die Ziele und Inhalte des Naturschutzgroßprojektes. Im speziellen erklärte Herr Projektleiter Kring die Maßnahmenplanung im Fördergebiet. Der Schwerpunkt liegt auf der Wiedervernässung der Moorfläche. Durch den Bau neuer und die Instandsetzung bereits vorhandener Sperren soll die Entwässerung des Torfkörpers gestoppt werden. Auch die vorhandenen Streuwiesen sollen erweitert und durch ein anschließendes, geregeltes Pflegeregime dauerhaft erhalten werden.

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Video "chance.natur"

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hat zusammen mit dem Bundesamt für Naturschutz ein kurzes Video produziert. In diesem wird das Förderprogramm "chance.natur - Bundesförderung Naturschutz" sehr anschaulich vorgestellt.

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